UNIX - Betriebssystem der Open Systems-Familie

Die Mutter der verteilten Mehrbenutzer-Betriebssysteme

UNIX ist ein Mehrbenutzer- und Multitaskingbetriebssystem, das 1969 von den Ingenieuren Ken Thompson und Dennis Ritchie an den AT&T Bell Laboratories für den Einsatz auf Minicomputern entwickelt wurde.

UNIX gilt als leistungsstarkes Betriebssystem und ist gegenüber anderen Betriebssystemen leichter zwischen den verschiedenen Systemfamilien portierbar weil es weniger an eine bestimmte Architektur gebunden ist. Die Portierbarkeit wird stark erleichertert, da die Systemsoftware zum grössten Teil in der Programmiersprache C geschrieben ist. C ist ein Sprache, welche auf allen modernen Rechnerplattformen verfügbar ist.

Zu den zahlreichen verwandten UNIX-Versionen gehören

  • LINUX (eine eigene neue Betriebssystemfamilie auf Basis von UNIX)
  • AIX (eine von IBM adaptierte UNIX-Version für den Betrieb auf RISC-basierenden Arbeitsstationen)
  • A/UX (eine grafische Version für den Apple Macintosh)
  • Mach, ein neu geschriebenes, aber im Wesentlichen UNIX-kompatibles Betriebssystem für den NeXT-Computer

Leider sind die NeXT-Rechner wieder vom Markt verschwunden, da sie sich nicht durchsetzen konnten. Die grafische Benutzeroberfläche auf Mach hiess NeXT-Step.

Der Name UNIX entstand aus einem Wortspiel der Entwickler mit dem Begriff Multics. Das Projekt Multics sollte - im Jahre 1969 - ein neues Betriebssystem der Bell Labs werden.

Eine umfassende Einführung zum Thema UNIX ist auf dem Rechenzentrums-Server der Uni Zürich zu finden.

Der Geak ist ein «UNIX-Guru»
Als UNIX-Guru wird ein besonders erfahrener und hilfreicher UNIX-Programmierer bezeichnet. Einige Firmen verwenden diesen Begriff sogar als Stellenbezeichnung. Die Newsgroup comp.unix.wizards kann zu vielen typischen Fragen der Benutzer passende Antworten geben.